Die FRIWO-Firmenhistorie

1882

Patentierung der Wolf´schen Benzin-Sicherheitslampe für den Bergbau.

1884

Gründung der „Friemann & Wolf“ als Maschinen- und Grubenlampenfabrik in Zwickau/Sachsen durch Heinrich Friemann und Carl Wolf.

1903

Entwicklung der ersten elektrischen Rundlicht-Mannschaftsleuchte mit Blei-Akkumulator durch Carl Wolf.

1904

Beschäftigung von 600 Mitarbeitern. Zahlreiche Auslandsvertretungen, u. a. in England und den USA.

1907

Neukonstruktion einer Grubenlampe mit Nickel-Cadmium-Akkumulator. Erprobung auf der Zeche Emscher-Lippe. Aufnahme der Produktion von verbesserten Bleibatterien mit festem Elektrolyt.

1910

Friemann & Wolf, jetzt unter dem Markennamen „FRIWO“ weltbekannt, nimmt Lizenzfertigung eines verbesserten NiCd-Akkus auf und beginnt mit Eigenentwicklung.

1911

Einbau der ersten NiCd-Akkumulatoren mit positiven Faltband-Elektroden in Grubenlampen. Der „Wolf’sche Stahlakku“ erlangt legendären Ruf. In England und Belgien laufen eigene Fabrikationsstätten für die Benzin-Sicherheitslampe an.

1915

2.000 Mitarbeiter. Lieferung von 1 Mio. Wolf’scher Benzinsicherheits- und ebenso vielen Acetylenlampen in alle Welt.

1927

FRIWO erhält Reichspatent Nr. 446183 für die erste elektrische Bergbau-Kopfleuchte, die zunächst nur von Handwerkern unter Tage benutzt wird.

1929

Erteilung mehrerer Patente auf schlagwettergeschützte FRIWO-Druckluftleuchten sowie Faltband-Elektroden. FRIWO gehört zu den führenden Herstellern von Blei- und NiCd-Akkumulatoren.

1931

Neben drei Werken in Zwickau und Niederlassungen in Deutschland, darunter Duisburg als die größte, arbeiten Zweigbetriebe in der Tschechoslowakei und Polen.

1939-45

2. Weltkrieg unterbricht internationale Verbindungen. Zweigbetriebe und Niederlassungen im Ausland gehen verloren, in Zwickau werden die Betriebsstätten enteignet.

1947

Wiederaufbau der zerstörten Niederlassung Duisburg als Stammhaus. Produktion von Grubenleuchten.

1948

Nach der Währungsreform Wiederaktivierung der alten Exportverbindungen.

1951

Entwicklung und Produktion des neuen Silber-Zink-Batterie-Systems und damit Gründung der Silberkraft Leichtakkumulatoren GmbH in Rüdesheim (Sitzverlegung nach Duisburg 1959).

1959

Im Jahr des 75-jährigen Bestehens Abschluss der ersten Phase des Wiederaufbaus mit 720 Beschäftigten und einem Umsatz von 11 Mio. DM.

1963

Erweiterung des Programms und Bildung neuer Produktionsschwerpunkte. Ausbau der Fertigung von NiCd-Akkus für stationäre und mobile Verwendung. Zusätzlich Sicherheitsbeleuchtungs- und Notstromversorgungssysteme mit Einzel-, Gruppen- und Zentralbatterie. Entwicklung eigener Silber-Zink- und Silber-Cadmium-Batterien.

1967

Fertigungsstart der Silber-Zink-Großbatterie.

1971

Gründung der Friemann & Wolf Gerätebau GmbH in Duisburg. Damit verbunden wird in Ostbevern/Westfalen ein Fertigungsbetrieb für Elektromechanik und Elektronik übernommen, mit dem die Konzeption und Fertigung elektronischer Baugruppen für Lade- und Stromversorgungstechnik als Erweiterung des FRIWO-Programms fortgesetzt wird.

1971

Friemann & Wolf Gerätebau GmbH entwickelt das erste Steckernetzgerät der Welt für Kassettenrecorder. Der Fertigungsausstoß beträgt 1.000 Geräte pro Tag.

1973

Umfangreiche bauliche Erweiterungen in Duisburg und Ostbevern zur Schaffung moderner Produktionsräume. Ostbevern nimmt die Fertigung von Netzgeräten und Zubehör für die Unterhaltungselektronik auf.

1974

Die FRIWO-Gruppe erzielt 41 Mio. DM Umsatz und beschäftigt 700 Mitarbeiter. In Ostbevern werden 10.000 Steckernetzgeräte pro Tag gefertigt.

1975

Tägliche Fertigung von 15.000 Steckernetz- und Ladegeräten für die Stromversorgung oder Ladung batteriebetriebener Geräte und Werkzeuge in Ostbevern. Inbetriebnahme der automatischen Fertigung von Netztransformatoren.

1979

Friemann & Wolf Gerätebau GmbH erweitert das Programm auf Netz- und Ladebausteine für die Stromversorgung von EDV-Anlagen und EDV-Peripheriegeräten.

1980

In Ostbevern werden Ladeboxen für NiCd-Batterien in Standardgrößen gefertigt.

1982

Friemann & Wolf Gerätebau GmbH wird mit einer Tagesleistung von 25.000 Steckernetzgeräten Europas größter Hersteller von Kleinstromversorgungs- und Ladegeräten. Aufnahme der Fertigung von Ladebausteinen und Ladeüberwachungsgeräten.

1983

Die CEAG Industrie-Aktien und Anlagen AG, Bad Homburg, übernimmt die Mehrheit der FRIWO-Gruppe. Mit 640 Mitarbeitern wird ein Jahresumsatz von 73 Mio. DM erreicht.

1984

Start der Serienfertigung primär getakteter Steckernetzgeräte in Switchmode-Technik in Ostbevern.

1986

Vollautomatische Bestückung von Leiterplatten in Ostbevern. Der Umsatz erreicht 48 Mio. DM.

1988

Der Fertigungsausstoß beträgt 35.000 Steckernetzgeräte pro Tag. Insgesamt wurden seit 1971 50 Mio. Steckernetz- und Ladegeräte abgesetzt.

1989

Aufnahme der automatischen Bestückung von SMD-Teilen. Bezug einer neuen Fertigungshalle.

1990

Gründung der FRIWO FAR EAST LTD. mit Fertigungsstätten in Shenzhen (VR China).

1991

Übernahme des Wettbewerbers Bartec-Compit und Integration in die FRIWO-Gruppe.

1992

EN DIN ISO 9001-Zertifizierung.

1993

FRIWO bietet als Erster ein Ladegerät für umweltfreundliche NiMH-Batterien an.

1994

Die Tagesproduktion der FRIWO-Gruppe beträgt 53.000 Geräte.

1995/96

Das FRIWO-Konsumprogramm wird auf die neu gegründete Vertriebsgesellschaft FRIWO-COMPIT, Walldürn-Altheim, übertragen. FRIWO beschäftigt jetzt 600 Mitarbeiter, und das 100-millionste Steckernetzgerät verlässt das Werkstückträgersystem. Inbetriebnahme des neuen EMV-Testzentrums.

1997

Verkauf der Friemann & Wolf GmbH, Duisburg.

2002

FRIWO Gerätebau GmbH wird in zwei Teile aufgeteilt: FRIWO Mobile Power (FMP) und FRIWO Power Solutions (FPS). Verkauf der Sparte FRIWO-COMPIT.

2005

1 Milliarde Stromversorgungen sind bisher gefertigt worden.

2008

Verkauf der Geschäftssparte FRIWO Mobile Power (FMP) an Flextronics. VTC erwirbt die Aktienmehrheit an der CEAG AG von der DELTON und damit auch FRIWO Gerätebau GmbH.

2009

CEAG AG wird in „FRIWO AG“ umbenannt.

2010

FRIWO erweitert sein Produktportfolio um hochqualitative LED-Treiber und Lichtsteuerungslösungen „Made in Germany“.

2012

Auf in neue Märkte: FRIWO erkennt frühzeitig den Trend Elektromobilität und setzt mit seinen innovativen E-Bike-Ladegeräten Maßstäbe.

2013

FRIWO überschreitet erstmals die Umsatzschwelle von 100 Millionen Euro.

2014

Das Unternehmen beginnt mit der Fertigung von Akkupacks und agiert damit als Systemanbieter für Lade- und Akkutechnik mit Komplettlösungen aus einer Hand. Des Weiteren entwickelt FRIWO den eigenen B2B-Webshop www.friwo-shop.de. Insbesondere Kleinst- und Kleinmengen an Geräten aus dem Standardportfolio können hier bequem und direkt bestellt werden.

2015

FRIWO bringt die FOX-Gerätefamilie mit extrem hohen Wirkungsgraden und kaum noch vorhandenen Leerlaufverlusten auf den Markt. Zudem wird die FRIWO Academy geboren, mittels welcher das Unternehmen sein fundiertes Knowhow in Form von Seminaren und Schulungen mit dem Markt teilt. Außerdem beginnt das Unternehmen mit dem Aufbau einer eigenen Fertigungsstätte in Ho Chi Minh City, Vietnam.

2016

Grand Opening in Vietnam: FRIWO feiert die Eröffnung der neuen Fertigungsstätte. Diese unterscheidet sich qualitativ deutlich von anderen asiatischen Produktionen: Die hochmoderne Fertigung verfügt über einen ESD-Boden, Stickstoff-Lötanlagen und automatische Test- und Prüfsysteme. Mit dem neuen Standort ist FRIWO auch für zukünftiges Wachstum bestens gerüstet.

2017

FRIWO übernimmt eine Wandler- und Drosselproduktion von einem Zulieferbetrieb in Vietnam. Damit erweitert das Unternehmen seine Wertschöpfungskette um eine wichtige Produktkomponente. Die Fertigung befindet sich in einem Industriepark nahe Ho Chi Minh City in unmittelbarer Nachbarschaft zu dem 2015 aufgebauten neuen Produktionsstandort von FRIWO. Die Mitarbeiterzahl wächst auf über 2.000 Beschäftigte.

2018

Ein zusätzliches Qualitätsversprechen für die Medizintechnik: FRIWO wird erfolgreich nach DIN EN ISO 13485 zertifiziert.