Pressemitteilung zum dritten Quartal 2020

  • Power Supply Spezialist verzeichnet Erlösplus von 12,3 Prozent im dritten Quartal
  • EBIT im dritten Quartal nahezu ausgeglichen – Erfolgreiches Kosten- und Liquiditätsmanagement als Reaktion auf Corona-bedingte Beeinträchtigungen
  • Neue Kunden im Visier, vor allem im Zukunftsmarkt E-Mobility
  • Wirtschaftliche Ziele für das Gesamtjahr 2020 weiterhin erreichbar

Ostbevern, 11. November 2020 – Beim FRIWO-Konzern hat sich im dritten Quartal 2020 die Belebung der Umsatzentwicklung, die im zweiten Quartal begonnen hatte, fortgesetzt. Von Juli bis September nahmen die Erlöse im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 12,3 Prozent auf 25,6 Mio. Euro zu, so dass der Umsatz für die ersten neun Monate mit 70,2 Mio. Euro nur noch leicht unter Vorjahresniveau lag (-3,2 Prozent). Das operative Ergebnis (EBIT) war im dritten Jahresviertel mit -0,2 Mio. Euro nahezu ausgeglichen. Trotz der Beeinträchtigungen infolge der weltweiten COVID-19-Pandemie liegt die Geschäftsentwicklung des Herstellers hochwertiger Power Supply-Lösungen und Ladetechnik sowie digital steuerbarer Antriebssysteme damit nach neun Monaten leicht unter der Erwartung. Der Vorstand hält die Umsatz- und Ertragsziele für das Gesamtjahr 2020 unverändert für erreichbar.

Rolf Schwirz, Vorstandsvorsitzender der FRIWO AG: „FRIWO gelingt es weiterhin, der COVID-19-Krise erfolgreich zu trotzen. Durch konsequente Gegenmaßnahmen auf der Kosten- und Liquiditätsseite konnten wir Corona-bedingte Beeinträchtigungen, etwa die kundenseitige Verschiebung von Aufträgen, weitestgehend kompensieren. Wichtig ist, dass wir unsere strategischen Initiativen für künftiges Wachstum auch in diesem schwierigen Marktumfeld vorantreiben. So stehen wir in Verhandlungen mit potenzialreichen Neukunden, vor allem für den Zukunftsmarkt E-Mobility. Unser Systemangebot für digital steuerbare Antriebssysteme stößt in den adressierten Zielmärkten in Europa und Asien auf reges Interesse. Große Erwartungen haben wir dabei unverändert an unsere neue Tochtergesellschaft in Indien, dem größten asiatischen Wachstumsmarkt für elektrische Zweiräder. Auch die Verlagerung von bisher in Ostbevern hergestellten Produkten in unsere state-of-the-art-Fertigung in Vietnam wird wie angekündigt fortgesetzt. FRIWO ist somit – ungeachtet der aktuellen Herausforderungen durch Corona – ein Unternehmen im Vorwärtsgang.“

Wesentliche Konzern-Kennzahlen

  • Der Auftragseingang des FRIWO-Konzerns nahm in den ersten neun Monaten 2020 gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres um 17,4 Prozent auf 77,6 Mio. Euro zu. Dabei schwächte sich die Dynamik bei den Ordereingängen nach einem sehr starken Auftakt im Jahresverlauf ab.
  • Der Umsatz lag nach neun Monaten mit 70,2 Mio. Euro um 3,2 Prozent unter dem entsprechenden Vorjahreswert. Nach dem ersten Halbjahr hatte der Rückstand noch 10,1 Prozent betragen. Erfreulich entwickelten sich vor allem die Produktbereiche Medical (+38,1 Prozent) und Industrial (+8,0 Prozent), auch der Bereich E-Mobilität legte leicht um 1,4 Prozent zu. Um 17,7 Prozent rückläufig waren dagegen die Erlöse bei Tools (Werkzeuge und Gartengeräte). Im dritten Quartal steigerte FRIWO den Konzernumsatz um 12,3 Prozent auf 25,6 Mio. Euro (Q3 2019: 22,8 Mio. Euro).
  • Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) belief sich nach drei Quartalen auf -3,9 Mio. Euro (9 Monate 2019: -3,4 Mio. Euro), war aber im dritten Quartal wieder nahezu ausgeglichen. Mehrbelastungen, etwa durch Lieferengpässe bei Materialien und Komponenten, konnten durch ein forciertes Kostenmanagement gemindert werden.
  • FRIWO weist für die ersten neun Monate 2020 ein Ergebnis nach Steuern von -3,5 Mio. Euro aus (Vorjahreszeitraum: -4,1 Mio. Euro). Im dritten Quartal belief es sich auf -0,5 Mio. Euro (Q3 2019: -1,4 Mio. Euro).

Mehr Beschäftigte in Vietnam im Rahmen der Transformation

Per 30. September 2020 beschäftigte die FRIWO-Gruppe weltweit 2.627 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahresende: 1.708). Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Ausland erhöhte sich auf 2.421 nach 1.434 zum 31. Dezember 2019. Grund für den starken Anstieg war die Verlagerung von Produktionsstunden aus Deutschland und vom Auftragsfertiger in Polen an den Produktionsstandort Vietnam im Rahmen des Transformationsprogramms. In Deutschland verringerte sich die Zahl der Beschäftigten auf 206 Personen (Ende 2019: 274 Personen).

Ausblick auf das Gesamtjahr 2020

Auf Basis des guten Auftragsbestands hält der Vorstand das Erreichen der Ziele für das Gesamtjahr 2020 weiterhin für möglich, sofern es zu keinen weiteren kundenseitigen Auftragsverschiebungen, kurzfristigen Materialverknappungen oder anderen wesentlichen Beeinträchtigungen der Geschäftstätigkeit als Folge der COVID-19-Pandemie kommt. FRIWO strebt unverändert einen leichten Anstieg des Konzernumsatzes gegenüber 2019 sowie ein ausgeglichenes bis leicht negatives Konzern-EBIT an.

 

Download der Pressemitteilung als PDF

 

Medienkontakt / Weitere Informationen:

Lisa Skelnik
Head of Corporate Marketing, Investor Relations & Communication
Tel.: +49 173 5170316
ir@friwo.com

Frank Elsner
Frank Elsner Kommunikation für Unternehmen GmbH
Tel.: +49 5404 91 92 0
office@elsner-kommunikation.de






Pressemitteilung zum Halbjahresbericht 2020

  • Rückgang des Konzernumsatzes im ersten Halbjahr um rund 10 Prozent
  • Corona-Pandemie führt zu Lieferengpässen bei Materialien und Komponenten sowie zu Verschiebungen von Aufträgen und Projekten
  • Kurzfristige Gegenmaßnahmen bei operativen Kosten federn Corona-Effekte auf der Ertragsseite ab
  • Schrittweise Normalisierung der Geschäftsentwicklung im weiteren Jahresverlauf erwartet

Ostbevern, 12. August 2020 – Der FRIWO-Konzern hat im zweiten Quartal 2020 einen Zuwachs des Umsatzes um 11,7 Prozent auf 24,8 Mio. Euro verzeichnet (Q2 2019: 22,1 Mio. Euro), der allerdings unter den eigenen Erwartungen blieb. Einerseits profitierte der Hersteller hochwertiger Power Supply-Lösungen und Ladetechnik sowie digitaler Antriebssteuerungen dabei vom lebhaften Auftragseingang zu Jahresbeginn. Andererseits waren im zweiten Quartal die Auswirkungen der weltweiten COVID-19-Pandemie auf die Geschäftsentwicklung stärker spürbar als in den ersten drei Monaten. Sie konnten jedoch durch kurzfristig eingeleitete Maßnahmen zur Kostenreduktion und Liquiditätsschonung zumindest abgefedert werden.

Für das erste Halbjahr 2020 steht ein Rückgang der Konzernerlöse gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum um 10,1 Prozent auf 44,7 Mio. Euro zu Buche. Für das zweite Halbjahr geht der Vorstand unverändert von einer Belebung der Geschäftsentwicklung aus; er bestätigt die bisherigen Erwartungen für das Gesamtjahr 2020.

Rolf Schwirz, Vorstandsvorsitzender der FRIWO AG: „Angesichts der massiven Auswirkungen der Corona-Pandemie hat sich FRIWO im ersten Halbjahr respektabel geschlagen. Erfreulich ist, dass sich unser Produktbereich E-Mobilität weiterhin auf Wachstumskurs befindet. Gerade bei digitalen Antriebssteuerungen für E-Scooter sehen wir große Marktpotenziale in den kommenden Jahren, nicht zuletzt durch den zu Jahresbeginn erfolgten Start von FRIWO im Wachstumsmarkt Indien. Auch im Bereich Medizinprodukte konnten wir im ersten Halbjahr beim Umsatz zulegen. Mit Blick auf den weiteren Jahresverlauf sind wir vorsichtig optimistisch, unsere Jahresziele weiterhin erreichen zu können, sofern es zu keinen neuen Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie kommt. Parallel dazu werden wir das Ende 2019 beschlossene Transformationsprogramm von FRIWO für Wachstum und Profitabilität weiterhin konsequent umsetzen.“

Wesentliche Konzern-Kennzahlen

  • Der Auftragseingang des FRIWO-Konzerns nahm in den ersten sechs Monaten 2020 gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres um 31,1 Prozent auf 54,9 Mio. Euro zu. Dabei zeigte das zweite Quartal eine Abschwächung der Auftragseingänge aufgrund der Corona-Pandemie.
  • Der Umsatz lag im Halbjahr mit 44,7 Mio. Euro um 10,1 Prozent unter dem Niveau des gleichen Vorjahreszeitraums (49,7 Mio. Euro). Weiterhin unverändert positiv entwickelte sich dabei der Produktbereich E-Mobilität (+12,8 Prozent), hauptsächlich getrieben durch neue Kunden in Europa, aber auch in Asien. Die Erlöse im Bereich Werkzeuge und Gartengeräte waren durch Produktionsdrosselungen und -stopps bei Kunden beeinflusst und deutlich rückläufig.
  • Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag nach sechs Monaten bei – 3,7 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: -2,3 Mio. Euro). Es war vor allem durch den Umsatzrückgang und die in Relation dazu gestiegene Kostenbasis belastet. Dem stand ein verschärftes Kosten- und Liquiditätsmanagement gegenüber, etwa durch den Abbau von Überstunden, den Einsatz von Kurzarbeit sowie geringere Ausgaben für Marketing, Reisen und Schulungen. Im zweiten Quartal lag das EBIT bei -1,3 Mio. Euro nach -2,3 Mio. Euro im gleichen Quartal des Vorjahres.
  • FRIWO schloss das erste Halbjahr mit einem Ergebnis nach Steuern von -3,1 Mio. Euro ab (Vorjahreszeitraum: -2,7 Mio. Euro).

Personalaufbau in Vietnam im Rahmen der Transformation

Die FRIWO-Gruppe beschäftigte zum 30. Juni 2020 weltweit 2.299 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahresende: 1.708). Der Mitarbeiteraufbau entfiel im Wesentlichen auf den eigenen Produktionsstandort Vietnam. Grund ist die im Rahmen des Transformationsprogramms beschlossene Verlagerung der Produktion weiterer Produkte, die zuvor bei Partnern und in Ostbevern gefertigt wurden. In Deutschland verringerte sich die Zahl der Beschäftigten um 56 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf 218 Personen
(Ende 2019: 274 Mitarbeiter).

Ausblick auf das Gesamtjahr 2020

Der Vorstand rechnet mit einer schrittweisen Belebung der Geschäftsentwicklung des FRIWO-Konzerns im weiteren Jahresverlauf. Dennoch ist mit weiteren Verschiebungen von Aufträgen und Projekten ins Jahr 2021 zu rechnen.
Vor dem Hintergrund des guten Auftragsbestands zur Jahresmitte und der bisherigen Entwicklung im dritten Quartal geht der Vorstand nach heutigem Kenntnisstand für das Jahr 2020 weiterhin von einem leichten Anstieg des Konzernumsatzes gegenüber 2019 und von einem in etwa ausgeglichenen bis leicht negativen Konzern-EBIT aus.

Die Prognose steht unter dem Vorbehalt, dass es bei FRIWO zu keinen weiteren wesentlichen Beeinträchtigungen der Produktions- und Lieferfähigkeit infolge der COVID-19-Pandemie kommt.

Download der Pressemitteilung als PDF

 

Medienkontakt / Weitere Informationen:

Lisa Skelnik
Head of Corporate Marketing, Investor Relations & Communication
Tel.: +49 173 5170316
ir@friwo.com

Frank Elsner
Frank Elsner Kommunikation für Unternehmen GmbH
Tel.: +49 5404 91 92 0
office@elsner-kommunikation.de






Energieeinsparung durch gedimmte LED-Beleuchtung

Im Beleuchtungssektor ist Energiesparen nach wie vor ein erstrebenswertes Ziel. Ein adäquates Mittel zur Umsetzung dazu ist beispielsweise die Anpassung der Beleuchtungsstärke, entsprechend dem jeweiligen Bedarf und den Gegebenheiten. So könnte beispielsweise in Büroräumen bei Tageslichteinfall je nach Sonneneinstrahlung, die LED-Beleuchtung herunter bzw. herauf geregelt werden.

Dazu bietet FRIWO mit seinen DIMMboxen oder der Light Control Box technisch ausgereifte Lösungen in schlanker Bauform von 21x30x153mm (HxBxL). Während mit den DIMMboxen die Helligkeitssteuerung sowohl im Konstant Strom Modus (CC) als auch im Konstant Spannung Modus (CV) durch eine Pulsweitenmodulation (PWM) mit einer Taktfrequenz von 600Hz flimmerfrei gedimmt werden kann, erfolgt bei der Light Control Box, welche für den CC Mode ausgelegt ist, die Beleuchtungssteuerung durch eine lineare Absenkung des Ausgangsstromes. Beide Systeme bieten eine Ansteuerung via DALI / PUSH-DIM oder 1-10V Signal. Die Light Control Box hat zudem noch einen PWM-Eingang welcher vornehmlich dem Anschluss externer Sensoren wie Bewegungsmeldern oder  Helligkeitssensoren dient. Zur Spannungsversorgung derartiger Sensoren wird ebenfalls eine Hilfsspannung von 12V zur Verfügung gestellt.

Optimieren auch Sie Ihre LED-Beleuchtung mittels DIMMboxen oder der Light Control Box von FRIWO und sparen Energie.






FRIWO erfolgreich nach DIN EN ISO 13485 zertifiziert

Ein zusätzliches Qualitätsversprechen für die Medizintechnik: Nach erfolgreicher Auditierung durch den TÜV Nord im Dezember 2017 erhielt der deutsche Stromversorgungshersteller FRIWO jetzt die offizielle Zertifizierung nach DIN EN ISO 13485:2012. FRIWOs Kunden aus der Medizintechnikbranche können sich dank dieser Zertifizierung von unabhängiger Stelle darauf verlassen, dass das Qualitätsmanagementsystem und die Entwicklungsprozesse des Unternehmens den hohen regulatorischen Anforderungen genügen.

„Mit der Zertifizierung nach ISO 13485 haben unsere Mitarbeiter einen weiteren Meilenstein erreicht, auf den wir besonders stolz sein können. Mittels der anspruchsvollen Zertifizierung beweisen wir uns als kompetenter und verlässlicher Partner für die Medizintechnik und festigen gleichzeitig das Vertrauen unserer Kunden in unsere Leistungen“, stellt Rolf Schwirz, Geschäftsführer der FRIWO, zufrieden fest.

Die DIN EN ISO 13485 definiert die behördlichen Anforderungen an ein umfassendes Qualitätsmanagementsystem von Medizinproduktherstellern. Als international anerkannter Standard bietet die Norm Richtlinien zu Konstruktion und Entwicklung, Herstellung, Installation, Wartung und Vertrieb. Die Zertifizierung stellt hohe Anforderungen an die exakte Einhaltung aller Prozessschritte, besonderes Augenmerk gilt dabei der konsequenten und lückenlosen Dokumentation und dem Risikomanagement. Hier geht es nicht nur um die Risikominimierung, sondern auch um eine optimale Rückverfolgbarkeit von Produkten und Teilen.






Betrachtung und Abschätzung der Lebensdauer von Lithium-Ionen-Akkus

Die Lebensdauerfaktoren von Akkupacks
Die Lebensdauer eines Akkupacks definiert sich durch die Zyklenlebensdauer (Wie oft lässt sich ein Akku auf- und entladen?) und die kalendarische Lebensdauer (Wieviel Kapazität verliert der Akku aufgrund reiner Alterungseffekte?). In der Regel zeichnet bei regelmäßiger Verwendung der Applikation letztlich die Zyklenzahl für das Lebensende des Akkus verantwortlich, da die Lade- und Entladeprozesse den Akku schneller schädigen als die reinen Alterungsprozesse.

Bild 1: Lebensdauer eines Li-Ionen Akkus
Erste wichtige Anhaltspunkte zur Lebensdauerabschätzung eines Akkupacks liefern die Datenblätter der verwendeten Zellen. Hier finden sich Angaben zur Zyklenzahl und zur Lagerung, welche jedoch nur als erste Indikatoren der tatsächlichen Lebensdauer dienen können: Speziell die Angaben zur Zyklenzahl sind in den Datenblättern an verschiedenste Rand- und Nebenbedingen geknüpft, welche oftmals von den realen Betriebsbedingungen der konkreten Applikation abweichen.

Faktor 1: Die Zyklenalterung
Die Zyklenalterung beschreibt den Anteil der Alterung, welcher sich durch die Nutzung des Akkus (wiederholte Auf- und Entladung) ergibt. Ursachen hierfür finden sich in chemischen und mechanischen Abnutzungseffekten, wozu beispielsweise die thermische Ausdehnung oder das Dendritenwachstum zählen.
Ausschlaggebend für die Zyklenalterung ist vor allem die Entladetiefe („Depth of Discharge“). Eine tiefe Entladung stellt eine intensivere chemische und mechanische Beanspruchung des Materials dar, wodurch die Zahl der möglichen Zyklen sinkt. Dieser Zusammenhang ist allerdings nicht linear, sodass eine Halbierung der Entladungstiefe die Zahl der möglichen Zyklen mehr als verdoppeln kann.
Bei einer Entladungstiefe zwischen 90% und 100% ist die Zyklenalterung besonders hoch, weshalb dieser Bereich nur in Ausnahmen in Anspruch genommen wird. In der Regel arbeiten Anwendungen bei Entladungstiefen von ≤ 90%.
Neben der Begrenzung der Entladetiefe lässt sich die Zahl möglicher Zyklen auch über die Regulierung der Ladeschlussspannung beeinflussen. So kann eine Beschränkung der Ladespannung auf einen Wert unterhalb der nominalen Ladeschlussspannung die Zyklenzahl verdoppeln.

Bild2: Abhängigkeit der Zyklenlebensdauer vom Level der Ladung und Entladung einer Li-Ion-Zelle

Auch die Höhe der Ladeströme ist ein wichtiger Aspekt zur Bestimmung und Beeinflussung der Lebensdauer. Aufgrund der Zeitersparnis wird in der Praxis gerne auf ein Schnellladeverfahren zurückgegriffen. Dabei ist der Ladestrom oft ein Vielfaches des im Datenblatt angegeben Standardladestromes, was bei einer konsequenten Nutzung des Schnellladeverfahrens aufgrund der höheren thermischen und mechanischen Beanspruchung der Zellen zu einer drastischen Reduktion der Zyklenzahl führt. Interne Messungen von FRIWO zeigen, dass die Ladung mit 1C statt 0.5C die zyklische Lebensdauer annähernd halbiert.
Die Zyklenalterung hängt also in starkem Maß von der Anwendung und dem Gebrauch des Akkus ab. Je genauer sich die Lastbedingungen der Anwendung modellieren lassen, desto genauer lässt sich auch die Zyklenalterung mittels Langzeitmessung exemplarisch untersuchen und abschätzen.

Faktor 2: Die kalendarische Alterung
Mit zunehmendem Alter einer Zelle setzen chemische Zerfallsprozesse ein, welche das Elektrolyt sowie Anoden- und Kathodenmaterialien angreifen können. Der damit einhergehende Verlust an Kapazität wird durch den zweiten Alterungsmechanismus beschrieben: Die sogenannte kalendarische Alterung.
Ausschlaggebende Faktoren für diesen Zerfallsprozess sind der Ladezustand der Zellen und die Umgebungstemperatur. Gemäß der „RGT-Regel“ (Reaktionsgeschwindigkeit-Temperatur-Regel, auch van-‚t-Hoff’sche Regel) halbiert sich die kalendarische Lebensdauer bei einem Temperaturanstieg von 10 K.
Das nachfolgende Rechenbeispiel soll eine mögliche Abschätzung der kalendarischen Alterung exemplarisch darstellen. In erster Näherung kann bei dieser Rechnung ein linearer Ansatz gewählt werden.
Ein Zellhersteller gibt für seine Zelle 90% Recovery nach 1,5 Jahren im Temperaturbereich -30…25°C an. Das formale Lebensdauerende liegt laut Hersteller bei 60%. Daraus lässt sich eine theoretische Lebensdauer nach rein kalendarischer Alterung abschätzen, wenn die Zelle entsprechend den Vorgaben gelagert wird: Bei 10% Kapazitätsverlust pro 1,5 Jahre vergehen insgesamt sechs Jahre, bis der Endwert von 60% erreicht ist. Diese theoretische Lebensdauer wird sich in der Realität allerdings aufgrund der Zyklenalterung entsprechend des Gebrauchs verringern und damit letztlich unter sechs Jahren liegen.
Die spezifische Zyklenalterung eines Akkus kann im Hause FRIWO auf Kundenwunsch anhand von Lastprofilen exemplarisch untersucht und abgeschätzt werden. Unter Berücksichtigung der kalendarischen Alterung wird damit eine realistische Lebensdauerabschätzung des Akkupacks möglich.






Zertifizierungen für China

In China gibt es zur Standardisierung der Produktqualität zwei Zertifizierungssysteme. Gewisse Produktgruppen unterliegen einer Zulassungspflicht, für die meisten anderen gibt es eine freiwillige Zertifizierung. Die Zertifizierung erfolgt bei einer Zulassungsagentur. Eine Selbstdeklaration der Konformität mit den chinesischen Normen für zulassungspflichtige Produkte ist nicht möglich. Produkte, die nicht der Zertifizierungspflicht unterliegen, müssen von keiner Zulassungsagentur geprüft werden. Der Vertrieb in und die Einfuhr nach China vereinfachen sich jedoch für ein zertifiziertes Produkt.

WOFÜR STEHT CCC?
CCC steht für China Compulsory Certificate. Mit diesem im Jahr 2002 eingeführten Zertifikat wird die Einhaltung der chinesischen Normen bei zulassungspflichtigen Produktgruppen bescheinigt. Andere Produktgruppen können wenn dann nur über Umwege eine CCC-Kennzeichnung erhalten.
Die Einhaltung der CCC-Bestimmungen wird durch die chinesischen Behörden geprüft. Produkte die keine, eine fehlerhafte oder eine nicht gültige CCC-Kennzeichnung haben, können vom Zoll bei der Einfuhr nach China beschlagnahmt werden. Verstöße gegen die CCC-Bestimmungen führen zu hohen Geldstrafen und intensiven Rechtsverfahren.
Die Aufsicht über das CCC-System obliegt der chinesischen Behörde CNCA (Certification and Accreditation Administration). Die Zertifizierung und die Festlegung der Produktgruppen erfolgt durch das CQC (The China Quality Certification Center) oder das CCAP (China Certification Center for Automotive Products).

WELCHE PRODUKTGRUPPEN SIND ZULASSUNGSPFLICHTIG?
Für einige Produkte der folgenden Produktgruppen gibt es eine Zulassungspflicht:

Elektrische Leitungen und Kabel
Elektrische Schalter und Anlagen für Schutz oder Verbindungen
Niederspannungsanlagen
Motoren
Elektrische Werkzeuge
Schweißmaschinen
Haushaltsgeräte
Audio- und Videoapparate
Computer und Computerzubehör
Leuchten
Telekommunikationsanlagen und -zubehör
Kraftfahrzeuge
Kfz-Zubehör
Reifen für Kraftfahrzeuge
Sicherheitsglas
Landwirtschaftliche Maschinen
Emulsionsprodukte
Medizinische Geräte
Feuerlöschgeräte
Melder für Einbruchalarm
Bauchemische Produkte
Spielwaren
IT-Produkte

SIND NETZTEILE ZULASSUNGSPFLICHTIG?
Netzteile und Ladegeräte sind nicht generell zulassungspflichtig.
Es besteht eine CCC-Kennzeichnungspflicht von Netzteilen für den Audio/Video-Bereich sowie für Ladegeräte und Netzteile von Computern und IT-Produkten.
Für Netzteile und Ladegeräte zur Versorgung von Medizinprodukten und Telekommunikationsanwendungen sowie von Haushaltsgeräten oder Werkzeugen gibt es keine direkten Vorgaben. Es kann jedoch sein, dass das Gesamtprodukt oder -system ein Zertifikat benötigt.
Dies ist beispielsweise bei folgenden Medizinprodukten der Fall:

Medizinischen Röntgendiagnosegeräte
Dialysegeräte
Elektrokardiographen
Implantierbaren Herzschrittmacher
Künstlichen Herz-Lungen-Maschinen

Ein Netzteil mit einem CCC-Symbol zu kennzeichnen, das nicht unter die Zertifizierungspflicht fällt, ist eigentlich nicht möglich. Es besteht jedoch häufig die Möglichkeit, ein Gerät zusätzlich zum ursprünglichen Einsatzzweck, als IT-Produkt zu deklarieren, um ein CCC-Zertifikat zu erhalten.

WIE FUNKTIONIERT DIE CCC ZERTIFIZIERUNG?
Die Zertifizierung besteht aus mehreren Teilen:

Antragstellung: Hier müssen die Dokumente vollständig und ggf. in übersetzter Form der Zulassungsbehörde übermittelt werden
Produktmusterprüfung: Die Geräte werden in China im Labor untersucht und geprüft
Fertigungsüberprüfung: Die Fertigungsstätten werden von der Zertifizierungsstelle auditiert und freigegeben
Nachsorge: Es finden jährliche Überprüfungen der Produkte im Labor sowie der Fertigungsstätten statt
Bei erfolgreicher Zertifizierung erhält der Hersteller des Produkts die Berechtigung, das CCC-Kennzeichen aufzubringen. Ein Zertifikat wird für 5 Jahre ausgestellt, die Gültigkeit hängt jedoch von der regelmäßigen Überprüfung durch die Zertifizierungsbehörde ab. Die Kosten für die reine Zertifizierung sind vergleichbar mit anderen Zertifizierungen, jedoch ist der Aufwand für die regelmäßige Überprüfung und Auditierung sehr hoch.

WOFÜR STEHT CQC?
Bei Produkten, die nicht der CCC-Zertifizierungspflicht unterliegen, gibt es die Möglichkeit einer freiwilligen CQC- Zertifizierung. Die Geräte dürfen, nach erfolgter Zertifizierung, mit dem CQC-Mark gekennzeichnet werden. Die Zertifizierung erfolgt durch das China Quality Certification Center (CQC), einer Behörde, die auch für einen Großteil der CCC-Zertifizierungen verantwortlich ist.
Das freiwillige CQC-Mark ist vergleichbar mit einem Deutschen GS-Zeichen oder einem VDE- bzw. SIQ-Zeichen. Es bestätigt, dass das Gerät die chinesischen Standards und Regularien erfüllt. Dies vereinfacht häufig den Export nach China. Ein CQC-zertifiziertes Produkt kann, bei einer Erweiterung des CCC-Produktkatalogs, einfacher und schneller eine CCC-Kennzeichnung erhalten. Die Kosten für die freiwillige CQC-Zertifizierung sind allerdings relativ hoch.

FRIWO UND CHINA ZERTIFIZIERUNGEN
Die FRIWO Gerätebau GmbH produziert seit vielen Jahren Stromversorgungen für unterschiedliche Bereiche. Wir führen regelmäßig CCC- oder CQC-Zertifizierungen für kundenspezifische Produkte durch, außerdem sind unsere Fertigungsstätten sowie etliche Standardprodukte CCC- zertifiziert. Wir beraten Sie gerne bei der Auswahl von Stromversorgungen und bieten Ihnen einen kompetenten Ansprechpartner bei allen Fragen zur Zertifizierung Ihrer Lösung.
Sprechen Sie uns an, wir helfen gern: Tel. +49 (0)2532 / 810 – hello@friwo.com
FRIWO Gerätebau GmbH – Von-Liebig-Str. 11 – 49346 Ostbevern – www.friwo.com

Stand: 11/2016
Quellen:
1. http://www.ccc-certificate.org
2. http://www.cqc.com.cn/www/english/
3. MPR China Certification GmbH http://www.china-certification.com






Geplante Obsoleszenz

Viele Endverbraucher wurden durch das Aufkommen dieser Begrifflichkeit stark verunsichert oder fühlten sich in dem subjektiven Empfinden bestätigt, dass die modernen Produkte heute nicht mehr so lange halten wie früher. Als es nun auch noch einen Fachbegriff gab, der diesen „gefühlten“ Effekt beschrieb, war dieses offensichtlich die lang ersehnte Bestätigung, dass die Industrie Produkte bewusst früher defekt gehen lässt, um den Verkauf neuer Produkte zu steigern.
Offen gesagt entbehrt dieser Gedanke nicht einer gewisse Logik und auch viele Erfahrungen mit neuen Produkten scheinen dies zunächst einmal zu bestätigen.
Was hat es aber wirklich mit neuen Produkten und deren Haltbarkeit auf sich? In diesem Artikel wird dieses anhand der allgegenwärtigen Stromversorgungen dargestellt. Stromversorgungen, wie sie das Hause FRIWO jedes Jahr teils millionenfach verlassen und weltweit unter den unterschiedlichsten Bedingungen eingesetzt werden.

WIE WIRD HALTBARKEIT (ZUVERLÄSSIGKEIT) EIGENTLICH GEMESSEN ODER DEFINIERT?
In technischen Betrachtungen gibt es den komplexen Begriff der „MTBF“ (Mean Time Between Failures). Grob gesagt beschreibt dieser die statistische Ausfallwahrscheinlichkeit von Produkten. Die MTBF wird in Stunden angegeben. Hat ein Produkt nun eine MTBF von 100 Stunden bedeutet dies aber nicht, dass das Produkt generell eine Lebenserwartung von 100 Stunden hat. Es bedeutet, dass das Produkt 100 Stunden lang mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht ausfallen wird. Davor ist ein Ausfall aber nicht unmöglich, da es Frühausfälle aufgrund defekter Komponenten oder potenzieller Verarbeitungsfehler geben wird. Nach den genannten 100 Stunden kommt es dann aber zu Alterungseffekten, die eine erhöhte Ausfallrate zur Folge haben. Im Englischen wird für die Zeit der konstant geringen und unwahrscheinlichen Ausfälle auch gelegentlich der Begriff „Useful Service Life“ angetroffen.
Betrachtet man nun aber 100 gleiche Geräte mit einer MTBF von 100 Stunden, wäre es theoretisch möglich, dass jede Stunde ein Gerät ausfällt. Die MTBF-Zeitangabe muss immer als statistische Größe über alle betrachteten Geräte betrachtet werden.
Grundsätzlich gilt dennoch: Ein Gerätetyp mit einer höheren MTBF hat eine größere Haltbarkeit. Die 100 Stunden in diesem Beispiel sind frei gewählt und für eine reelle Stromversorgung natürlich deutlich zu tief gegriffen: MTBF von 100.000 Stunden und mehr sind eher die Regel als eine Ausnahme. FRIWOs Standard-Kataloggeräte kommen, dem eigenen Qualitätsanspruch folgend, in der Regel sogar auf eine MTBF von 200.000 Stunden.

WIE BERECHNET SICH DIE MTBF?
Die Berechnung der MTBF ist in diversen Normen fest geregelt. Man kann hier beispielsweise die IEC 62709 heranziehen, welche aus der Siemens Hausnorm SN29500 abgeleitet wurde und unter anderem auch als Basis für professionelle Berechnungssoftware, wie etwa das Programm WINDCHILL von PTC (ehemals Relex), dient. In dieser Software können ganz unterschiedliche Basisnormen hinterlegt werden und die Berechnungsmethode wird dann entsprechend der jeweiligen Norm ausgeführt.

Komplexes Gerät oder technische Einrichtungen wie etwa Satelliten oder Verkehrsflugzeuge wären heute ohne eine MTBF-Berechnung über alle Komponenten von der Zuverlässigkeit her kaum mehr zu bewerten. Auch das Militär hat diese Notwendigkeit vor einiger Zeit erkannt und eigene Normen geschaffen, die deren spezifische Anforderungen wiederspiegeln und militärische Produkte auf diesem Wege hinsichtlich Haltbarkeit und Zuverlässigkeit definierbar machten. In diesem Zusammenhang sei das US Handbuch MIL-HDBK-217 genannt, welches allerdings nach der Ausgabe F nicht mehr weiter gepflegt wurde.

CONSUMER VS. PROFESSIONAL UND DIE ZUVERLÄSSIGKEIT DER PRODUKTE
Nach dem kurzen Exkurs zu den statistischen Größen der Haltbarkeit, steht nun die praktische Umsetzung bei verschiedenen Produktklassen im Mittelpunkt. Soll gemäß Vorkapitel eine hohe MTBF erreicht werden, dürfen Bauteile nicht immer zu 100% ausgelastet werden – selbst dann nicht, wenn diese das gemäß ihrer Spezifikation eigentlich können. Die Bauteile funktionieren grundsätzlich länger, wenn sie nur teilausgelastet sind.
Als Beispiel seien hier die vielfach diskutierten Kondensatoren in elektronischen Geräten angeführt: Speziell die großen, mit Elektrolyt gefüllten Becherkondensatoren sind von einer Austrocknung bedroht und sollten daher möglichst kühl betrieben werden. Nach der sogenannten Arrhenius-Formel (Svante Arrhenius 1859-1927: Schwedischer Physiker) verdoppelt sich die Lebenserwartung eines Elektrolytkondensators mit jeder Reduzierung der Betriebstemperatur um 10 Grad. Angenommen, ein Kondensatortyp weist eine Betriebsdauer von 2.000 Stunden bei seiner maximalen Betriebstemperatur auf. Stellt man nun die Unterschreitung der maximalen Temperatur um 10 Grad sicher, beträgt die Lebenserwartung des Kondensators demzufolge bereits 4.000 Stunden. Wäre der Kondensator also das schwächste Glied in einem Netzteil gewesen, würde sich nur durch einen um 10 Grad kühleren Betriebszustand die Haltbarkeit statistisch verdoppeln (sofern die restlichen Bauteile unbeachtet bleiben). Lässt sich die Betriebstemperatur aber nicht absenken, muss man zur Erhöhung der MTBF Bauteile einsetzen, die eine höhere Temperatur zulassen. In unserem Beispiel könnte dies ein Elektrolytkondensator mit einer Lebenserwartung von 5.000 oder gar 10.000 Stunden sein. Diese sind allerdings etwa um das Vier- bis Zehnfache teurer und werden daher aus ökonomischen Gründen nur eingesetzt, wenn das investierte Geld auf den Endpreis des Gerätes umgelegt werden kann und somit eine entsprechende Rendite erzielt wird. Die Kunden wiederum geben für das Endprodukt nur dann mehr Geld aus, wenn dieses Produkt auch einen offensichtlichen Mehrwert hat, der ihnen einen Vorteil bietet.

Wenn sich nun einmal jeder selbst fragt, wie oft er bei den letzten technischen Einkäufen nach der Haltbarkeit des Produkts gefragt hat, werden sich die Handzeichen in Grenzen halten. Fragt man dann noch, wie viele Kunden sich das beiliegende portable oder auch das eingebaute Netzteil eines Endproduktes näher angesehen haben, wird die Zahl vermutlich gegen Null fallen. Da aber genau diese wichtigen Zubehörprodukte von Routern, Unterhaltungselektronik, Mobiltelefonen oder anderen Geräten nicht im Fokus des Kunden liegen, wird hier von vielen Anbietern eines Endprodukts bewusst gespart und im Netzteil nur das absolute Minimum verbaut, was notwendig ist. Genau hier liegt aber der Schwachpunkt, der final zu dem Vorwurf geführt hat, die Hersteller der Netzteile bauen bewusst Schwachstellen in die Produkte, um den Absatz zu erhöhen.
Im professionellen Umfeld wird seit langem auf eine hohe MTBF geachtet und diese wird in der Spezifikation des Netzteils verbindlich festgeschrieben. Mittlerweile geht man hier sogar noch weiter und verlangt eine bestimmte Mindestlebensdauer für alle im Gerät verbauten Elkos von 5.000 oder gar 10.000 Stunden.
Dem normalen Endkunden fehlt in der Regel der entsprechende technische Hintergrund, die zuvor genannten Aspekte beim Kauf zu berücksichtigen oder zu hinterfragen. Ein prinzipieller Ansatz für eine bessere Produkthaltbarkeit sowie eine effektive Vermeidung von Elektroschrott wären daher sicherlich gesetzliche Vorgaben von Mindest-MTBF-Zeiten für Netzteile und andere Elektronikgeräte. Damit wären alle Anbieter gezwungen, qualitativ bessere Komponenten zu verbauen. Durch den vermehrten Bedarf an diesen Komponenten würde deren Produktionspreis über Skaleneffekte fallen. Die vom Verbraucher zu zahlenden Mehrkosten würden sich darüber relativieren.

FAZIT:
Die vom Hersteller „eingebaute Obsoleszenz“ zwecks Steigerung des Umsatzes gibt es nicht! Eine nicht optimale Haltbarkeit aufgrund von Marktzwängen gibt es dagegen sehr wohl und betrifft durchgängig alle Hersteller, die elektronische Komponenten verwenden.

Eine Lösung dieses Konflikts kann es nur durch einen kritischen Verbraucher selbst oder aber durch allgemein gültige politische Vorgaben geben, welche im besten Fall direkt auf europäischer Ebene Gültigkeit erlangen.






Pressemitteilung zum 1. Quartal 2020

  • Auftragseingang wächst im ersten Quartal um 68 Prozent
  • Kundensegmente E-Mobility (+233 Prozent), Industrie (+116 Prozent) und Medizin (+91 Prozent) sind Wachstumstreiber
  • Quartalsumsatz des Power Supply-Spezialisten bei 20 Mio. Euro
  • Umsetzung des Transformationsprogramms weiterhin im Plan
  • Lieferengpässe führen im zweiten Quartal zu Verzögerungen bei der Auftragsabarbeitung

Ostbevern, 6. Mai 2020 – FRIWO, Hersteller hochwertiger Power Supply-Lösungen und Ladetechnik sowie digitaler Antriebssteuerungen, hat in den ersten drei Monaten 2020 eine erfreuliche Auftragsentwicklung verzeichnet. Der Auftragseingang erreichte 32,5 Mio. Euro und lag damit sowohl deutlich über dem Wert des gleichen Vorjahreszeitraums als auch über Plan. Damit setzte sich die bereits im zweiten Halbjahr 2019 verzeichnete Belebung der Auftragslage verstärkt fort. Die Auswirkungen der weltweiten COVID-19-Pandemie auf die Geschäftsentwicklung des FRIWO-Konzerns waren im Startquartal moderat, sind aber im laufenden Q2 durch Engpässe bei Materialien und Komponenten und einigen Auftragsverschiebungen stärker spürbar. Das Anfang Dezember 2019 beschlossene Transformationsprogramm für Wachstum und nachhaltige Profitabilität befindet sich weiterhin im Plan.

Wesentliche Konzern-Kennzahlen Q1 2020

  • Der Auftragseingang lag mit 32,5 Mio. Euro um 68 Prozent über dem Wert des verhaltenen Q1 2019 (19,3 Mio. Euro). Sowohl der Produktbereich Elektromobilität (+233 Prozent) als auch die Kundensegmente Industrie (+116 Prozent) und Medizintechnik (+91 Prozent) waren die Wachstumstreiber bei dieser sehr guten Entwicklung, die im weiteren Jahresverlauf zum Umsatz beitragen wird.
  • Der Umsatz im ersten Quartal 2020 lag mit 20,0 Mio. Euro unter dem entsprechenden Vorjahreswert (27,6 Mio. Euro, -27,5 Prozent). Dabei wirkte sich die Reduzierung der Vorratsbestände für kundenspezifische Fertigerzeugnisse und Waren im Stichtagsvergleich 31. März 2020 zum 31. Dezember 2019 mit 3,5 Mio. Euro negativ auf den Umsatz aus, da Bestandsreduzierungen nach den Bilanzierungsregeln zur Umsatzrealisierung (IFRS 15) umsatzmindernd anzusetzen sind. Der im Q1 an Kunden fakturierte Umsatz lag bei 23,5 Mio. Euro.
  • Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag bei -2,4 Mio. Euro im Rahmen der Erwartungen nach einem ausgeglichenen Wert im Q1 2019. Neben dem Umsatzrückgang wirkten sich auch höhere operative Kosten auf das Ergebnis aus, etwa für den Markteintritt in den E-Mobility-Markt in Indien.
  • FRIWO schloss das Startquartal mit einem Ergebnis nach Steuern von -1,7 Mio. Euro ab (Q1 2019: -0,2 Mio. Euro).

Mitarbeiterzahl leicht gestiegen

Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter lag konzernweit per 31. März 2020 mit 1.846 um rund 8 Prozent über dem Wert zum Jahresende 2019. Der Anstieg ist auf den Personalaufbau im Produktionswerk in Vietnam zurückzuführen, in das im Rahmen der Transformation sukzessive Kapazitäten aus dem Stammsitz in Ostbevern verlagert werden. Bei dem im Gegenzug geplanten Personalabbau in Ostbevern konnte die erste Phase bereits zum Jahreswechsel erfolgreich abgeschlossen werden. Die Mitarbeiterzahl in Deutschland nahm in der Folge von 274 per Ende 2019 auf 225 ab.

Ausblick Gesamtjahr 2020

Im bisherigen Verlauf des zweiten Quartals haben sich die Lieferengpässe bei Materialien und Komponenten auf den weltweiten Beschaffungsmärkten allgemein verstärkt. Dies beeinträchtigt auch bei FRIWO die Abarbeitung von Aufträgen im zweiten Quartal. Der Vorstand geht derzeit davon aus, dass diese Beeinträchtigungen aber temporär sein werden und die Verzögerungen bei der Auftragsabwicklung im zweiten Halbjahr noch aufgeholt werden können. Er geht deshalb für das Gesamtjahr 2020 auf Basis der positiven Auftragsentwicklung unverändert von einem leichten Anstieg des Konzernumsatzes gegenüber 2019 und von einem in etwa ausgeglichenen Konzern-EBIT aus. Die Prognose steht unter dem Vorbehalt, dass die COVID-19-Pandemie nicht zu weiteren Produktions- und Lieferverschiebungen oder zu anderen wesentlichen Beeinträchtigungen führt.

Rolf Schwirz, Vorstandsvorsitzender der FRIWO AG: „FRIWO hat in den ersten drei Monaten viel auf den Weg gebracht. Die sukzessive Verlagerung von Kapazitäten in unser Werk in Vietnam läuft nach Plan, der Start unserer neuen Tochtergesellschaft in Indien für elektrische Zweiräder ist vielversprechend und die im Startquartal abgeschlossene, langfristige Konzernfinanzierung gibt uns Planungssicherheit. Unsere neuen E-Mobility-Lösungen haben in den internationalen Märkten einen guten Start hingelegt. Darüber hinaus entwickelt sich neben dem Geschäft mit Industriekunden auch der Medizinmarkt derzeit sehr gut für uns, nicht zuletzt aufgrund unserer Anstrengungen, die Kunden gerade in diesen Zeiten zeitnah zu beliefern.“

Ulrich Lammers, FRIWO-Finanzvorstand: „Auch wenn die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf unser Unternehmen im zweiten Quartal zugenommen haben, so sind wir für das Gesamtjahr 2020 weiterhin vorsichtig optimistisch. Die erfreuliche Entwicklung der Auftragseingänge im ersten Quartal ist eine gute Basis, um unsere wirtschaftlichen Ziele trotz der momentanen Einschränkungen zu erreichen. “

Download der Pressemitteilung als PDF

 

Medienkontakt / Weitere Informationen:

Lisa Skelnik
Head of Corporate Marketing, Investor Relations & Communication
Tel.: +49 173 5170316
ir@friwo.com

Frank Elsner
Frank Elsner Kommunikation für Unternehmen GmbH
Tel.: +49 5404 91 92 0
office@elsner-kommunikation.de

 






FRIWO AG verschiebt ordentliche Hauptversammlung aufgrund Corona-Krise

Ostbevern, 3. April 2020 – Vorstand und Aufsichtsrat der FRIWO AG haben beschlossen, die für den 12. Mai 2020 in Ostbevern geplante ordentliche Hauptversammlung der Gesellschaft zu verschieben und zu einem späteren Zeitpunkt durchzuführen. Grund sind die aktuellen erheblichen Einschränkungen des öffentlichen Lebens in Deutschland zur Bekämpfung der COVID-19-Pandemie. Es ist derzeit unklar, ob das geltende allgemeine Versammlungsverbot bis zum Termin der Hauptversammlung aufgehoben werden wird. Unabhängig davon standen für FRIWO bei dieser Entscheidung der Schutz und die Sicherheit der Aktionäre und Mitarbeiter an erster Stelle.

In Abhängigkeit von der weiteren Entwicklung wird FRIWO einen neuen Termin für die Hauptversammlung festlegen und diesen auf https://www.friwo.com/de/about/investor-relations/ veröffentlichen.

Die Pressemitteilung zum Download als PDF

Medienkontakt/Weitere Informationen:
Frank Elsner
Frank Elsner Kommunikation für Unternehmen GmbH
Tel.: +49 5404 91 92 0
ir@friwo.com






Die Herausforderungen der Krise: Wie FRIWO mit Corona umgeht

„Wir nehmen den solidarischen Kampf gegen das neuartige Virus sehr ernst und versuchen, unserer Verantwortung gegenüber der Gesellschaft, gegenüber unseren Kunden und gegenüber unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gleichermaßen gerecht zu werden. Ein schwieriger Spagat, der bislang aber sehr gut gelingt.

FRIWO hat vielfältige Schutzmaßnahmen für seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ergriffen und die potentiellen Übertragungswege für das Virus weitestgehend unterbunden.

Kurzarbeit zählt aber bei weitem nicht zu den Maßnahmen, die wir ergriffen haben. Ganz im Gegenteil: Wir haben die Ausbringungsmenge sogar noch erhöht und beliefern unsere Partner aus dem Medizinsektor außerplanmäßig mit Zusatzbedarfen. Dabei geht es nicht nur um stark steigende Stückzahlen bei Kunden aus der Desinfektionstechnik, sondern auch um alle weiteren Bereiche des Kampfes gegen Corona in den Krankenhäusern – etwa Stromversorgungslösungen für Infusionspumpen, Patientenmonitore oder auch Beatmungsgeräte. Hier dürfen und werden wir als wichtiger Teil der Lieferkette nicht einknicken.

Um die Produktion aufrecht zu erhalten, haben wir vielfältige Schutzmaßnahmen für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ergriffen und die potentiellen Übertragungswege für das Virus weitestgehend unterbunden. Zu den Maßnahmen zählen etwa strenge Zutrittsvorschriften für das Firmengelände und die einzelnen Werksbereiche, welche sich ausschließlich auf die eigene Belegschaft begrenzen. Wir haben die einzelnen Arbeitsplätze in der Produktion räumlich auseinandergezogen, so dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit mehr als dem empfohlenen Mindestabstand zueinander arbeiten können. Des Weiteren arbeiten wir mit einem Zeitversatz bei Beginn und Ende der Schichtdienste, um dem Virus auch hier keine Chance für eine Übertragung zu geben.

Die regelmäßige Desinfektion von Arbeitsflächen und weiteren Kontaktpunkten ist an dieser Stelle wohl selbsterklärend. Für den Fall der Fälle protokollieren unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter außerdem ihre täglichen Kontakte, sodass wir jederzeit handlungsfähig sind und auf neue Situationen direkt reagieren können.

Stand heute wird in all unseren weltweiten Produktionsstätten mit Hochdruck weiterproduziert. In sämtlichen Bereichen außerhalb der Produktion wird, soweit möglich, aus dem Home Office heraus gearbeitet, was dank des außerordentlichen Einsatzes unseres gesamten Teams bisher exzellent funktioniert.

Der wesentliche Knackpunkt zur Aufrechthaltung unserer Produktion ist die Supply Chain. Um eine reibungslose Materialverfügbarkeit zu gewährleisten, befinden wir uns in der aktuellen Krisensituation in engerer Abstimmung mit unseren Lieferanten als jemals zuvor. Zudem findet zwischen unseren Werken in Deutschland und Vietnam eine verstärkte gegenseitige Unterstützung statt. Für kritische Komponenten haben wir bereits im Voraus verstärkt auf Luftfracht umgestellt, um die lückenlose Versorgung sicherzustellen. Außerdem stimmt unser R&D-Team mit unseren Kunden die gezielte Freigabe von Alternativkomponenten ab.

In der aktuellen Situation ist es wichtiger denn je, dass die Unternehmen innerhalb einer Lieferkette Hand in Hand arbeiten sowie frühzeitig und offen miteinander kommunizieren. Um unsere Partner über den aktuellen Stand der Dinge und die Auswirkungen des Coronavirus auf Friwo auf dem Laufenden zu halten, haben wir beispielsweise einen eigenen Bereich auf unserer Homepage geschaffen. Andersherum kommen die Kunden uns offener entgegen und erarbeiten gemeinsam mit uns längerfristige Forecasts, so dass wir die Bedarfe lückenlos decken können.

Dank der guten strategischen Vorbereitung sind wir mehr als zuversichtlich, noch sehr lange in diesem Modus weiterarbeiten zu können – wobei dies hoffentlich nicht nötig sein wird. Stand heute sind keine generellen negativen Auswirkungen auf unsere Liefertermine und Produktionsvolumina erkennbar.

Das Maßnahmenpaket der Bundesregierung zur Unterstützung der Wirtschaft ist ein richtiger und notwendiger Schritt, um viele Arbeitsplätze in Deutschland zu sichern. Dabei geht es bekanntlich nicht nur um unbegrenzte Kreditprogramme, sondern auch um Erleichterungen beim Kurzarbeitergeld oder die Stundung von Steuern und Abgaben. Diese Bausteine werden einigen Unternehmen mit Sicherheit helfen, diese schwierige Zeit zu überstehen – die Praktikabilität des Gesamtplans ist aber ohne Zweifel abhängig von der Dauer des Shutdowns, den derzeit noch niemand valide zu datieren vermag.“

Der Artikel online bei Markt&Technik